Vorstellung des Imagery Rescripting. Mervin Smucker (2012).

Opens external link in new windowImagery Rescripting ist ein Behandlungsansatz, der entwickelt wurde, um Menschen zu helfen, ihre Trauma-Erinnerungen zu überwinden und zu kontrollieren. Die Behandlung kann außerdem helfen, ein gesünderes Selbstbild und vermehrte Kontrolle über das Alltagsleben zu entwickeln und damit im Leben erfolgreich vorwärts zu gehen.

Man wird zu einem großen Teil mit Imaginationen arbeiten. Das heißt man wird gebeten, sich die traumatischen Bilder, Gedanken und Gefühle bildlich vorzustellen und sie zu durchleben, so wie man diese während eines Flashbacks oder Albtraums erlebt.

Am Anfang wird man gebeten, sich die gesamte Erinnerung von einer Trauma-Episode bildlich vorzustellen. Dann wird die Episode noch einmal durchgegangen, aber diesmal wird die Imagination schrittweise so verändert und umgeformt, damit es einen besseren Ausgang nimmt- einen Ausgang, der ein Gefühl von mehr Stärke und Kontrolle gibt.

Das Ziel ist, die Bilder von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein mit Stärke- und Bewältigungsbildern zu ersetzen, so dass man dem Trauma nicht länger als Opfer/ Untergebener gegenübersteht, sondern als gestärkte Person auf das Erlebte reagieren kann. Das verändert natürlich nicht das traumatische Ereignis selbst, aber es kann die Bilder, Gedanken, Gefühle und Überzeugungen in Bezug auf das Trauma verändern, also die Bilder, die man von dem Trauma immer noch hat.